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Kälber brauchen Beschäftigung

Aktualisiert: 26. Juli 2023

Kälber sind sehr neugierig und bewegungsfreudig. Da sie sich im Winter nicht auf der Weide austoben können, brauchen sie Beschäftigungsmöglichkeiten im Stall. Sobald sie ein paar Wochen alt sind und gerne und viel Heu fressen, füllt die Nahrungsaufnahme einen Teil des Tages aus. Aber bei den jüngeren Kälbern besteht die Gefahr, dass sie sich aus Langeweile gegenseitig besaugen. Umso mehr, wenn sie nicht mehrmals pro Tag bei der Mutter am Euter Milch saugen können. Wir tränken zwar die Kälber in den ersten paar Wochen dreimal pro Tag. Aber auch das reicht nicht. Das Besaugen kann Schäden an den Eutern verursachen. Wir haben deshalb verschiedene Sachen ausprobiert, um die Kälber abzulenken und zu beschäftigen, welche sie unterschiedlich schätzen: Am besten kommen fein duftende Tannenäste an. Die Nadeln werden gefressen, die Äste werden angeknabbert und dienen als Kratzhilfe. Klar sollte auch eine normale Kratzbürste nicht fehlen - diese lieben sie in jedem Alter. Dann haben wir Plastiknuggis montiert, an welchen sie saugen könnten. Sie beissen gerne darauf rum. Ketten mit Beisskugeln mögen die Kälber auch. Sie lecken an der Kette und versuchen, in die Kugel zu beissen. Unser Kälberstall ist sehr grosszügig und schön. Es gibt zwei Abteile: Eines für die Kleinsten bis 4 Monate und eines ab 2 Monaten. Schade ist, dass die Ausläufe nicht gegen Süden gehen und deshalb im Winter bis im Februar kaum Sonne abkriegen. Deshalb lassen wir die Kälber, wenn die Sonne scheint, von 11.00 bis 12.00 Uhr in den Laufhof der Kühe. Diese sind dann im Fressgitter eingesperrt. Dort ist es windgeschützt und sehr sonnig. Die Kälber können auf der ganzen Länge ein paar Freudensprünge hintereinander ausüben. Das macht sie müde. Danach schlafen sie selig im Stroh und denken nicht mehr daran, dass es ihnen langweilig sein könnte.






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